2018. április 22. vasárnap - Csilla, Noémi
Viktória Rehabilitációs Központ



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·  Das Rehabilitationszentrum Viktoria

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·  Das Rehabilitationszentrum Viktoria

Der Verein Körperbehinderter Menschen im Komitat Fejér wurde 1979 gegründet, um den dort lebenden Körperbehinderten und deren Angehörigen zu helfen und ihre Interessen zu vertreten.

Dem Verein gelang es 1991 den ehemaligen sowjetischen Kindergarten zu übernehmen und ermöglichte uns somit die Entstehung des ersten Rehabilitationszentrums in Székesfehérvár, das im Interesse für viele tausend Körperbehinderte dient, um sie auf ein selbstständiges Leben vorzubereiten. Jahrelang sammelten wir Geld und haben an allen Ausschreibungen teilgenommen, in denen unser Programm weitere Unterstützung gewinnen konnte. Als ein Erfolg sei der Gemeinschaftsraum zu erwähnen, der im Herbst 1996 im Viktoria Rehabilitationszentrum fertig gestellt und im hohen Standard in Betrieb genommen wurde.

Derartige Institutionen hat es in Ungarn früher nicht gegeben, in denen man sich mit körperlich schwer eingeschränkten Menschen beschäftigt hat, Zustandsstabilisierung und -verbesserung durch Krankengymnastik, Physiotherapie und Massagenbehandlung gewährleistete. (Diese Dienstleistung bedeutet, dass jeder Patient selbst entscheiden kann, in welchen Bereichen er Hilfe benötigt bzw. welche Leistungen er in Anspruch nehmen möchte).

Im Übrigen ist bis heute am Viktoria Rehabilitationszentrum das Besondere, dass es als eine zivile Organisation funktioniert, die von den Angehörigen der Pflegebedürftigen, aber auch von ihnen selbst ins Leben gerufen wurde und bis heute noch im Betrieb oder in der Leitung des Instituts tätig sind. Heutzutage ist es in Ungarn immer noch selten, dass eine so große Institution von einer zivilen Organisation aufgebaut und betrieben wird, in der die Betroffenen selbst aktiv tätig sind.

Laut der im Jahre 1980 von der Weltgesundheitsorganisation festgelegten Definition zur  Rehabilitation, ist sie eine Hilfeleistung im Sinne des Wunsches der Wiedereingliederung in die Gesellschaft für Menschen, die in Gesundheit, Körper und geistiger Verfassung langfristig oder endgültig eingeschränkt bleiben. Die Rehabilitation ist die Summe ärztlicher, sozialer, pädagogischer und beruflicher individuell auf die Person koordinierter Einrichtungen, welche das Ziel verfolgt, den Rehabilitierenden zufrieden, glücklich und als vollwertigen Bürger in die Gesellschaft wiedereinzugliedern. Dies gelingt nur, wenn die Rehabilitation in ihrer eigenen Komplexität sich verwirklichen kann, wenn sie personenspezifisch bleibt und die Behinderung auf dem weiteren Lebensweg ständig begleitet.

Das Viktoria Rehabilitationszentrum versucht von Beginn an auch den am schwersten in körperlicher Einschränkung lebenden Menschen mehr Selbständigkeit zu ermöglichen, indem sie für den weiteren Lebensverlauf Eigenständigkeit erlernen. Das Zentrum verdeutlicht einem jeden, dass körperbehinderte Menschen ebenso nützliche Glieder der Gesellschaft sind und unter entsprechenden Umständen und Bedingungen sie ein vollwertiges eigenständiges Leben führen können.

Abteilungen und Tätigkeitsbereiche des Rehabilitationszentrums Viktoria:

- Tagesbetreuung: Tagesclub, komplexe Förderung von Fähigkeiten, Einzel- und Gruppenkrankengymnastik (hinzu kommt eine Spezialtherapie nach unterschiedlichen Krankheitsgruppen), Spezialtherapien (McKenzie, Schroth) gegen Wirbelsäulenerkrankungen, Physiotherapie, Massage, Hilfsmittelbereitstellung, Informationen, Verwaltung, Rechts- und Lebensberatung, Jobvermittlung, Übungen zur Lebensführung, Bibliothek, Freizeitprogramme

- Unterstützende Dienste: persönliche Hilfe, spezieller Transportdienst, häuslicher Pflegedienst

- Übergangsheim:  für die körperbehinderten Patienten, die von einem Monat bis zu einem Jahr so behandelt werden, dass sie wieder selbständiger werden und teilweise sogar zurück in ihr eigenes Zuhause können

- Langzeitheim: für körperbehinderte Patienten, die im Alltag auf ständige physikalische Hilfe und Unterstützung angewiesen sind, zwar teilweise sich selbstständig, weiterhin auf Hilfsmittel angewiesen, Ortswechsel vollziehen können, trotzdem 24 Stunden Aufsicht benötigen und die Familien dieser Art von Pflege nicht nachkommen können.

Das Zentrum sichert monatlich für 300-400 Personen Fähigkeitsfördernde, Gesundheits- stabilisierende  und für etwa 50 Personen soziale Dienste (dies beinhaltet die Aufklärung, Verwaltung, Rechtsberatung, Pflege, persönliche Hilfe usw.)

Seit der Eröffnung des Tagesbereichs haben wir mehrere hundert Patienten auf ein eigenständiges und selbstverwaltendes Leben vorbereitet. Diese Arbeit wurde immer durch den Informationsdienst des Vereinsbüros ergänzt, sowie die Tätigkeit im Interessenschutz und Interessenvertretung, in welchem Rahmen wir schon vielen tausend Menschen durch Lebens- und Rechtsberatung zur Seite standen, ebenso im Bereich der Planung zu behindertengerechtes Wohnen, sowie in dem Bereich des Erwerbs von Alltagshilfsmitteln. Mit der Unterstützung vom Verein in Form von Stipendien haben viele junge körperbehinderte Patienten ihren Schul bzw. Ausbildungsabschluss, Hochschul- oder ihr Diplomabschluss an einer Universität erwerben können.

Der Unterstützungsdienst startete im Jahre 2006. Dieser Dienst hilft vielen in schweren Fällen von Körperbehinderung im häuslichen Umfeld und ihr Verbleib im Kreise der Familie ist gesichert. Der Transportdienst hilft über die Jahre vielen Patienten, ihre Arbeitsstelle, öffentliche Ämter, Behandlungseinrichtungen, Kulturelle- und Freizeitveranstaltungen erreichen zu können.

In unserem kleinen, familiären Heimbereich rehabilitieren wir 20-30 Patienten insoweit, dass sie nach der Behandlung in ihr Zuhause und zu ihren Familien vollständig wiederkehren. Derzeit stellen wir für 9 Personen einen ständigen Wohnsitz mit einem 24 stündigen Bereitschaftsdienst und vollständiger Verpflegung zur Verfügung. Solchen Menschen, die im Alltag auf die Hilfe anderer angewiesen sind und ihre Familie nicht mehr für sie sorgen kann. Hier aber können sie mit der Hilfe unserer Mitarbeiter ein eigenständiges Leben führen und selbst über ihr Schicksal entscheiden.

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Für den Aufbau, die Entwicklung und die Geräteausstattung des Zentrums haben wir uns um Fördermittel stets so bemüht, und nur so konnten wir unsere Ziele verwirklichen, dass wir bei diesen Ausschreibungen gewannen bzw. bei Spenden oder anderen geldbringenden Aktionen (Wohltätigkeitsabend und Markt, 1% steuerliche Zusage, Spendensammlung usw.) genug Geld sammeln konnten. Zum Beispiel wurde 2010 mit Hilfe unserer Mitarbeiter und Spenden von Freunden und der Hilfe von einigen Organisationen der Garten im Hinterhof ausgebaut, bzw. die Fehérvár Travel Stiftung hat 7 Mio. Forint gespendet, welches für die Fertigstellung des Dachbereiches genutzt wurde, zur Bereitstellung fünf neuer Wohnbereiche.

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Über unser Institut, die Stiftung und Betriebsorganisation erfahren sie mehr auf unserer Internetseite www.egyesulet-viktoria.hu, wo Sie auch Fotos in der Bildergalerie anschauen können.

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